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Anleitung: So machst du deine Website in 8 Schritten SEO-freundlich

Lilian Boers

  • 29 Juli 2026
  • 21 Minuten Lesezeit

Wie sorgst du dafür, dass deine Website optimal auf Suchmaschinen ausgerichtet ist? Mit den folgenden acht Schritten kannst du deine Website gezielt SEO-freundlicher gestalten.

Schritt 1: Keyword-Recherche unter Berücksichtigung der Suchintention

Menschen nutzen Suchmaschinen, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Die Wörter und Formulierungen, die sie in das Suchfeld eingeben, werden als Keywords beziehungsweise Suchbegriffe bezeichnet.

In den Suchergebnissen erscheinen anschließend Websites, die möglichst gut zu diesen Suchanfragen passen. Eine hohe Position ist dabei besonders wertvoll, da Nutzer in der Regel zuerst die obersten Ergebnisse ansehen. Websites auf der zweiten, dritten oder vierten Ergebnisseite erhalten normalerweise deutlich weniger Aufmerksamkeit als Seiten auf der ersten Seite.

Eine gute Platzierung in den Suchergebnissen ist deshalb wichtig für deine Online-Sichtbarkeit. Dafür musst du zunächst die richtigen Keywords auswählen.

Es reicht jedoch nicht aus, wahllos Begriffe zu verwenden. Entscheidend ist die Suchintention: Warum sucht eine Person nach einem bestimmten Begriff? Möchte sie Informationen erhalten, ein Produkt kaufen oder zu einer bestimmten Website beziehungsweise einem bestimmten Ort navigieren?

Um diese Fragen zu beantworten, solltest du eine gründliche Keyword-Recherche durchführen.

Überlege, wonach du selbst suchen würdest

Versetze dich zunächst in deine Zielgruppe. Welche Wörter würdest du verwenden, um ein bestimmtes Produkt, eine Dienstleistung oder eine Information zu finden?

Berücksichtige dabei auch mögliche Ortsangaben. Für lokale Unternehmen kann beispielsweise eine Kombination aus Dienstleistung und Standort besonders relevant sein.

Verwende Keyword-Tools

Für die Keyword-Recherche stehen verschiedene Tools zur Verfügung. Du kannst beispielsweise den Google Keyword Planner oder Ahrefs verwenden.

Mit Ahrefs kannst du unter anderem analysieren:

  • wie häufig monatlich nach einem Keyword gesucht wird;
  • in welchen Regionen der Begriff relevant ist;
  • wie stark der Wettbewerb ist;
  • in welchem Zusammenhang der Suchbegriff verwendet wird;
  • welche verwandten Keywords interessant sein könnten.

Unterscheide zwischen Short-Tail- und Long-Tail-Keywords

Short-Tail-Keywords sind kurze und allgemein formulierte Suchbegriffe. Ein Beispiel dafür ist „Friseur“.

Long-Tail-Keywords sind länger und deutlich spezifischer. Ein Beispiel ist „Friseur in Zwolle für Highlights“.

Long-Tail-Keywords haben häufig ein geringeres Suchvolumen, passen dafür aber genauer zu einer bestimmten Suchintention. Für solche Suchbegriffe lohnt es sich, spezifische Inhalte oder eigene Unterseiten zu erstellen. Dadurch kannst du die Bedürfnisse deiner Zielgruppe gezielter ansprechen.

linkaufbau

Schritt 2: SEO-Titel und H1-Überschriften optimieren

Wenn deine Website in den Suchergebnissen erscheint, möchtest du natürlich, dass Nutzer darauf klicken. Ein überzeugender Titel kann die Klickrate erhöhen und mehr Besucher auf deine Website bringen.

Verwende deshalb einzigartige, aussagekräftige und relevante SEO-Titel und H1-Überschriften.

Ein SEO-Titel ist nicht automatisch dasselbe wie eine H1-Überschrift.

Die H1 ist die Hauptüberschrift, die Besucher auf der Seite sehen, beispielsweise oberhalb eines Blogartikels. Sie ist vor allem für den Leser und die inhaltliche Struktur der Seite bestimmt.

Der SEO-Titel wird dagegen in den Suchergebnissen angezeigt. Beide Titel können identisch sein, müssen es aber nicht.

Wenn du in einem Content-Management-System wie WordPress keinen eigenen SEO-Titel einträgst, kann die H1 oder eine andere Seitenüberschrift als Titel in den Suchergebnissen verwendet werden.

Du kannst den SEO-Titel beispielsweise kürzer oder ansprechender formulieren. Achte jedoch immer darauf, dass er zum Inhalt der Seite und zur Suchintention der Nutzer passt.

Ein guter SEO-Titel sollte:

  • das wichtigste Keyword enthalten;
  • klar beschreiben, worum es auf der Seite geht;
  • zur Suchintention passen;
  • Interesse wecken;
  • nicht unnötig lang sein;
  • sich von den Titeln anderer Seiten unterscheiden.

Schritt 3: Überzeugende Meta-Descriptions schreiben

Im dritten Schritt optimierst du die Meta-Description. Dabei handelt es sich um die kurze Beschreibung, die in den Suchergebnissen häufig unter dem SEO-Titel angezeigt wird.

In einer Meta-Description kannst du kurz erläutern, was Besucher auf der jeweiligen Seite erwartet. Meistens besteht sie aus ein bis zwei Sätzen.

Die Beschreibung sollte so formuliert sein, dass sie Interesse weckt und Nutzer dazu motiviert, auf das Suchergebnis zu klicken.

Eine gute Meta-Description:

  • enthält einen klaren Call-to-Action;
  • ist möglichst nicht länger als etwa 155 Zeichen;
  • enthält das wichtigste Keyword;
  • nennt relevante Alleinstellungsmerkmale;
  • beschreibt den Seiteninhalt verständlich und ehrlich.

Beachte, dass Suchmaschinen nicht immer die von dir verfasste Meta-Description anzeigen. Abhängig von der Suchanfrage kann Google stattdessen einen anderen Textausschnitt von der Seite auswählen.

Du kannst verschiedene Formulierungen testen, um herauszufinden, welche Botschaft besonders gut funktioniert. Über Google Ads lassen sich beispielsweise A/B-Tests mit unterschiedlichen Anzeigentexten durchführen. Die Erkenntnisse daraus können dir auch bei der Optimierung deiner organischen Suchergebnisse helfen.

Schritt 4: Eine logische URL-Struktur verwenden

Auch die Struktur deiner URLs ist für die Suchmaschinenoptimierung wichtig. Jede Seite deiner Website besitzt eine eigene URL.

Eine verständliche URL könnte beispielsweise so aussehen: https://popi.nl/de/blog

An dieser URL können sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen direkt erkennen, worum es auf der Seite geht.

Eine unübersichtliche URL enthält dagegen möglicherweise zufällige Zahlen, unverständliche Begriffe oder technische Parameter. Ein Beispiel dafür ist:

/1234?p=seo

Passe die URL möglichst an, bevor du eine neue Seite veröffentlichst. Eine bereits veröffentlichte URL solltest du nicht ohne Weiteres ändern, da vorhandene Links sonst ins Leere führen können. Ist eine Änderung notwendig, solltest du eine passende Weiterleitung zur neuen URL einrichten.

Eine gute URL ist:

  • kurz und verständlich;
  • aussagekräftig;
  • thematisch relevant;
  • frei von unnötigen Zahlen und Zeichen;
  • mit Bindestrichen statt Leerzeichen aufgebaut;
  • dauerhaft verwendbar.

Schritt 5: Eine interne und externe Linkstruktur aufbauen

Damit sich Besucher und Suchmaschinen einfach durch deine Website bewegen können, solltest du eine logische interne und externe Linkstruktur aufbauen.

Ein interner Link führt von einer Seite deiner Website zu einer anderen Seite derselben Website.

Ein externer Link verweist dagegen von deiner Website auf eine Seite einer anderen Domain. Verweist eine andere Website auf deine Website, wird dieser Link als Backlink bezeichnet.

Interne und externe Links können verschiedene Funktionen erfüllen. Du kannst sie beispielsweise verwenden, um:

  • ergänzende Informationen anzubieten;
  • auf einen vertiefenden Artikel hinzuweisen;
  • eine Aussage mit einer Quelle zu belegen;
  • Besucher zu einer Produkt- oder Leistungsseite zu führen;
  • thematisch zusammengehörende Inhalte miteinander zu verbinden.

Eine gute interne Verlinkung hilft Suchmaschinen außerdem beim Crawlen deiner Website.

Eine Seite, auf die keine internen Links verweisen, wird als Orphan Page bezeichnet. Solche Seiten sind für Besucher und Suchmaschinen häufig schwerer auffindbar. Das kann sich negativ auf ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen auswirken.

Mit internen Links kannst du zudem eine klare Website-Struktur schaffen. Dafür wird häufig eine sogenannte Silo-Struktur verwendet. Dabei werden zusammengehörende Inhalte thematisch gruppiert und gezielt miteinander verlinkt.

Achte darauf, dass Links immer einen nachvollziehbaren Mehrwert bieten. Sie sollten natürlich in den Inhalt eingebunden werden und einen aussagekräftigen Ankertext besitzen.

website seo freundlich

Schritt 6: Strukturierte Daten hinzufügen

Mit strukturierten Daten kannst du Informationen auf deiner Website so kennzeichnen, dass Suchmaschinen den Inhalt leichter verstehen und einordnen können.

Strukturierte Daten können beispielsweise für folgende Inhalte verwendet werden:

  • Produkte;
  • Veranstaltungen;
  • Rezepte;
  • Bewertungen;
  • Organisationen;
  • lokale Unternehmen;
  • Personen;
  • Artikel;
  • Breadcrumbs.

Durch diese zusätzlichen Informationen können Suchmaschinen bestimmte Inhalte möglicherweise als erweiterte Suchergebnisse darstellen. Diese werden auch als Rich Results bezeichnet.

JSON-LD verwenden

Für die Implementierung strukturierter Daten kannst du JSON-LD verwenden. Dabei handelt es sich um ein Format, mit dem Informationen maschinenlesbar ausgezeichnet werden.

JSON-LD hilft Suchmaschinen dabei, die Bedeutung bestimmter Inhalte besser zu verstehen. Google empfiehlt dieses Format für viele Arten strukturierter Daten.

Der Code kann im <head>-Bereich oder an einer anderen geeigneten Stelle im HTML-Dokument hinzugefügt werden. Du kannst strukturierte Daten auch mithilfe eines Plug-ins implementieren.

Für WordPress stehen beispielsweise folgende Plug-ins zur Verfügung:

  • Yoast SEO;
  • Rank Math.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Schema-Markup-Generator. Dort trägst du deine Daten ein und erhältst anschließend einen fertigen Code, den du auf deiner Website einfügen kannst.

Nachdem du die strukturierten Daten hinzugefügt hast, solltest du überprüfen, ob sie korrekt implementiert wurden. Dafür kannst du unter anderem folgende Tools verwenden:

  • Google Rich Results Test;
  • Schema Markup Validator;
  • Google Search Console.

In der Google Search Console kannst du später auch sehen, ob Google bestimmte strukturierte Daten erkannt hat und ob dabei Fehler aufgetreten sind.

Strukturierte Daten garantieren allerdings nicht, dass Google ein Rich Result anzeigt. Sie helfen der Suchmaschine lediglich dabei, den Inhalt einer Seite besser zu verstehen.

Schritt 7: Bilder optimieren

Auf einer Website werden häufig zahlreiche Bilder verwendet. Dazu gehören beispielsweise:

  • das Titelbild eines Blogartikels;
  • Bilder innerhalb eines Textes;
  • Produktbilder;
  • Logos;
  • Icons;
  • grafische Buttons;
  • Hintergrundbilder.

Bilder machen eine Website attraktiver und helfen Besuchern dabei, Inhalte besser zu verstehen. Gleichzeitig können große und schlecht optimierte Bilddateien die Ladezeit verschlechtern.

Berücksichtige deshalb auch bei Bildern die Suchmaschinenoptimierung.

Verwende verständliche Dateinamen

Gib deinen Bildern einen aussagekräftigen Dateinamen. Statt eines Namens wie:

IMG_8392.jpg

kannst du beispielsweise Folgendes verwenden:

seo-freundliche-website.jpg

Verwende ein Keyword nur dann im Dateinamen, wenn es tatsächlich zum Bild passt. Vermeide unnatürliches Keyword-Stuffing.

Füge einen passenden Alt-Text hinzu

Wenn du ein Bild hochlädst, solltest du einen beschreibenden Alt-Text eintragen.

Der Alt-Text erklärt, was auf einem Bild zu sehen ist. Er ist insbesondere für Menschen wichtig, die Bildschirmleseprogramme verwenden. Außerdem hilft er Suchmaschinen dabei, den Bildinhalt besser einzuordnen.

Beschreibe das Bild so konkret und knapp wie möglich. Ein Keyword kannst du verwenden, wenn es natürlich in die Beschreibung passt. Es sollte jedoch nicht erzwungen eingefügt werden.

Rein dekorative Bilder benötigen in der Regel keinen beschreibenden Alt-Text.

Moderne Dateiformate verwenden

Du kannst Bildformate wie WebP verwenden. Sie ermöglichen häufig kleinere Dateigrößen, ohne dass die sichtbare Bildqualität stark darunter leidet.

Eine geringere Dateigröße kann zu kürzeren Ladezeiten beitragen. Komprimiere deine Bilder deshalb vor dem Hochladen und verwende nur die Abmessungen, die auf der Website tatsächlich benötigt werden.

Schritt 8: Core Web Vitals optimieren

Zum Schluss solltest du die Core Web Vitals berücksichtigen. Dabei handelt es sich um Kennzahlen, mit denen die Nutzererfahrung einer Website beurteilt wird.

Sie zeigen unter anderem, wie schnell eine Seite lädt, wie stabil das Layout ist und wie schnell die Website auf Interaktionen reagiert.

LCP

LCP steht für Largest Contentful Paint. Diese Kennzahl misst, wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Inhaltselement einer Seite geladen wurde.

Dabei kann es sich beispielsweise um ein großes Bild, ein Banner oder einen Textblock handeln.

Als guter Richtwert gilt eine LCP-Zeit von höchstens 2,5 Sekunden.

Probleme mit dem LCP können unter anderem verursacht werden durch:

  • zu große Bilder oder Videos;
  • langsame Serverreaktionszeiten;
  • nicht optimierte Schriftarten;
  • blockierende CSS- oder JavaScript-Dateien;
  • eine große Anzahl externer Skripte.

Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Bilder komprimieren und moderne Dateiformate wie WebP verwenden;
  • Bilder in der richtigen Größe bereitstellen;
  • eine schnelle und zuverlässige Hosting-Lösung wählen;
  • unnötige Skripte entfernen;
  • kritische Inhalte priorisiert laden;
  • Lazy Loading gezielt für Bilder außerhalb des sichtbaren Bereichs einsetzen.

Das wichtigste sichtbare Bild sollte nicht unnötig verzögert geladen werden, da dies den LCP-Wert verschlechtern kann.

CLS

CLS steht für Cumulative Layout Shift. Diese Kennzahl misst unerwartete Verschiebungen des Seitenlayouts während des Ladens.

Ein Beispiel ist ein Bild, das nachträglich geladen wird und dadurch Texte oder Buttons auf der Seite verschiebt. Solche Bewegungen können störend sein und dazu führen, dass Nutzer versehentlich auf das falsche Element klicken.

Ein schlechter CLS-Wert kann unter anderem entstehen durch:

  • Bilder und Videos ohne festgelegte Abmessungen;
  • dynamisch eingefügte Inhalte;
  • Werbeanzeigen ohne reservierten Platz;
  • langsam ladende Webfonts;
  • Elemente, die nachträglich oberhalb des sichtbaren Inhalts eingefügt werden.

Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Breite und Höhe von Bildern und Videos festlegen;
  • ausreichend Platz für dynamische Elemente reservieren;
  • keine Inhalte nachträglich oberhalb bereits sichtbarer Elemente einfügen;
  • Schriftarten effizient laden;
  • dafür sorgen, dass Text möglichst direkt sichtbar ist;
  • Animationen und Layout-Veränderungen sorgfältig testen.

Eine technisch schnelle Website allein reicht jedoch nicht aus. Gute Inhalte, eine verständliche Navigation und eine klare Seitenstruktur bleiben ebenso wichtig. Erst die Kombination aus Technik, Inhalt und Nutzerfreundlichkeit macht eine Website wirklich SEO-freundlich.

Über Lilian Boers

Een echte taalfanaat, dat ben ik. Als taalgekkie was de keuze snel gemaakt welke opleiding ik wilde gaan volgen: de opleiding Communicatie. Na het afstuderen heb ik de schoolbanken ingeruild voor een bureaustoel bij Popi. Hier werk ik al een dikke drie jaar als tekstschrijver, met veel plezier. Inmiddels heb ik al duizenden teksten op de teller staan met onderwerpen die uiteenlopen van A tot Z.

Lilian Boers

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